Ja, "das muß so".
Wärmebildgeräte der ersten Generation haben nur eine geringe Auflösung (liefern aber immerhin 30 Bilder pro Sekunde; kommerziell erhältliche Thermographie-Kameras mit vergleichbarer Sensorauflösung (ca. 160 x 120 Pixel) heutzutage dürfen nur 9 Bilder pro Sekunde liefern, um weitgehend ohne Exportbeschränkungen gehandelt zu werden. Damals kostete ein WBG-X noch satte 500.000,- DM, also etwa 20% des Gesamtpreises eines Leo 2 der ersten Baulose... (!). Besagte kommerzielle Kamera mit genannter Sensorleistung wird heutzutage neu zu etwa 2.000,- ... 3.500,- EUR gehandelt.
Die allerneuesten Wärmebildkameras heutzutage liefern tatsächlich HD-Qualität, sind aber so teuer, daß sie eigentlich nur in Aufklärungssystemen verbaut werden, die in großen Entfernungen zum Ziel arbeiten (UAV, vielleicht auch in U-Booten und Artilleriebeobachtungssystemen). In der Praxis ist mir noch kein Fahrzeug untergekommen, das über eine höhere Sensorauflösung als 512x512 Pixel verfügt hätte (ASLAV-25 in Steel Beasts).
Soweit ich die BW-Vorschriften noch richtig im Kopf habe, geht man beim WBG-X ohnehin nur von einer Erkennungsreichweite von 1.500m aus und einer Entdeckungsreichweite von 3.000m. Insoweit sollte ein (korrekt) simuliertes Wärmebild auch keine bessere Abbildungsleistung suggerieren.
Und eigentlich "geht's Euch auch damit noch gold", denn zur Zeit simulieren wir ja nicht mal die geringe Tiefenschärfe des Wärmebildgeräts. In der Praxis kriegt man das Ziel nur selten perfekt scharf gestellt (zumindest nicht in der Bewegung und auf ein bewegtes Ziel), von den Beschränkungen der Live-Zieldarstellung beim Nachtschießen mal ganz zu schweigen (Kohleeimer am Rahmen der Zielscheibe - viel Spaß auch...)