Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.
Aber mal ernsthaft - ich sehe einfach nicht, daß eine andere Partei an der Regierung eine bessere Politik in puncto Bundeswehr und Auslandseinsätze machen würde. SPD und Grüne hatten acht Jahre Zeit und haben's verpennt. Die große Koalition hat in ihren vier Jahren auch nichts gerissen. CDU/FDP hatten Mitte der 90er die Chance und auch jetzt wieder, aber ob etwas dabei herumkommt, ist fraglich.
Das Problem ist größer angelegt. Wir haben eine hysterisierte Berichterstattung und kein Interesse an lösungsorientiertem Handeln. Denn wenn man etwas lösen wollte, müßte man ja auch Dinge ändern. Unsere Gesellschaft aber fürchtet die Veränderung mehr, als die Niederlage in Afghanistan, weil man geistig gar nicht darauf eingerichtet ist, einen Konflikt auszutragen und gewinnen zu wollen. Wir sind als Land schlichtweg unwillig, das Notwendige überhaupt zu benennen, geschweige denn, es auch tatsächlich zu tun.