Computer-Virus "Conficker" legt Bundeswehr lahm

  • Der Internetwurm "Conficker" hat die Bundeswehr infiziert. Es seien "mehrere hundert Computer verschiedener Dienststellen" betroffen, erklärte das Verteidigungsministeriums am Samstag in Berlin. Einzelne Dienststellen seien vom Bundeswehr-Netzwerk getrennt worden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.


    "Conficker" setzt Sicherheitssysteme von Microsoft Windows außer Kraft und ist nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weltweit auf Millionen Rechnern verbreitet.


    Wie ein Ministeriumssprecher erklärte, begann die Attacke am Donnerstag. Das für die Netzwerksicherheit zuständige Computer Emergency Response Team der Bundeswehr (CERTBw) und die BWI Informationstechnik GmbH hätten bereits Maßnahmen zur Entfernung der Schadsoftware und Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit der Computersysteme der Bundeswehr eingeleitet.


    Das BSI rät Computernutzern, ein bereits seit Oktober bereitstehendes Sicherheitsupdate von Microsoft zu installieren und sich mit einer Firewall sowie einem aktuellen Antivirenprogramm vor dem Wurm zu schützen.


    Das Amt rät zudem zu erhöhter Vorsicht beim Einsatz von Wechseldatenträgern wie USB-Sticks. Beim Anschließen eines Datenträgers wird laut BSI durch die Autorun-Funktion automatisch das darauf befindliche Schadprogramm gestartet und installiert.
    ap


    Aktualisiert am 14. Februar 2009 um 14:20



    http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/14/1049088.html

  • Ich begreife nicht, wie man als Bw überhaupt als Windows-Installationsroutine eine aktivierte Autostart-Funktion zulassen kann. Zudem scheint der Wurm ja auch eine Menge Nutzerrechte für seine Verbreitung zu benötigen. Alles in allem wirft das kein gutes Bild auf das EDV-Sicherheitsmanagement der Bw.

    Bitte keine Privat-Nachrichten an mich!
    eMails integrieren sich viel besser in meinen Arbeitsablauf, oder schreibt's gleich ins Forum, OK?