Beiträge von Ssnake

    Der Fahrer (offenbar ein IQ wie 3 Kisten Schotter) fährt allein rückwärts...Kp-Chef taucht auf...er denkt, oh oh Diszi wartet...also runterhüpfen vom Bock (M2) und das ding im Standgas rückwärts rollen lassen, dabei selbsts den Einweiser spielen.


    Es ist ... unfaßbar. :eek:

    Also, abgesehen davon, daß ein neues Modell kommt - was ist jetzt verkehrt an den beiden Ereignissen? Einmal wurde der Turm frontal getroffen - der Blenden-Bereich ist zwar nicht die am stärksten gepanzerte Stelle der Turmfront, aber doch immer noch sehr gut geschützt - mit wenig Effekt. Das soll so sein und ist doch auch realistisch. Beim zweiten Mal wurde die Wanne im Bereich des Munitionsbunkers getroffen, was zur Vernichtung führte. Auch das ist doch ein durchaus erwartbares Ergebnis!


    Nur zur Erinnerung: Der griechische "Skandal" vor zwei Jahren bei der Leo 2A6-Beschaffung war, daß beim Beschußversuch der Turm bei zwei von dreißig (!!!) Treffern nicht standgehalten hat (und diese zwei waren auf einen Produktionsfehler zurückzuführen, der mittlerweile beseitigt ist). Man kann also durchaus annehmen, daß der frontale Turmbereich von Leo 2A5 und folgenden Modellen für gegenwärtig eingesetzte KE- und MZ-Munition absolut beschußsicher ist.

    Das zweite Argument kann ich überhaupt nicht verstehen (da gibt es viel bessere... ). Ich sage nur: Nach diesem Prinzip müsste man ca. 50 Staaten inkl. China und Russland angreifen.


    Nun ja, nicht überall, wo unser Eingreifen geboten wäre, ist es uns unter praktischen Gesichtspunkten auch möglich. Das heißt doch aber nicht, daß wir insgesamt die Hände in den Schoß legen sollten.


    Die Menschenrechte, die in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegt sind, sind universell. Jeder Staat, der Mitglied der VN ist, hat diese Charta anerkannt (das ist Beitrittsvoraussetzung). Die Universalität von Menschenrechten wird daher eigentlich nur von autokratischen Staaten und religiösen Extremisten bestritten, die ein direktes Interesse daran haben, über diese Verleugnung der Universalität ihre Machtposition zu erhalten oder zu festigen.


    Ich kann die moralische Relativierung nicht begreifen, mit der vorwiegend Menschen in freien Gesellschaften die Bedeutung der Menschenrechte kleinreden. Es handelt sich eben nicht um Bürgerrechte, die Staaten als "frewillige Leistungen" nach gusto anbieten können, sondern um Ansprüche, die jedem Menschen vermöge seiner Natur als Mensch an sich zuwachsen. Sie sind konsequente Folge ethisch wohlbegründeter, vernünftiger Normen. Es ist eben nicht ins Belieben der Staaten gestellt, ihren Bürgern Menschenrechte zu gewähren oder zu verweigern.


    Gleichwohl gilt natürlich das Gebot, auf aggressive Kriege zu verzichten, und nur weil irgendwo auf der Welt die Menschenrechte verletzt werden, muß deswegen die Bundeswehr nicht sofort ausrücken. Zunächst liegt es in der Verantwortung des jeweiligen Staates, innerhalb seiner Grenzen für die Durchsetzung der Menschenrechte zu sorgen.
    Wenn ein Staat aber nicht mehr funktioniert - er nach Innen zu schwach ist, um für die Durchsetzung der Menschenrechte seiner Bevölkerung zu sorgen, und er zugleich zu schwach ist, sein Gewaltmonopol durchzusetzen, so daß sein Territorium zum Ausgangspunkt für bewaffnete Angriffe auf das Ausland wird; wenn es die Politik des Staates ist, einen Völkermord zu organisieren oder indirekt zu fördern:
    Dann ist der Punkt erreicht, an dem die Völkergemeinschaft erstens zur Verteidgung gegen diese Angriffe berechtigt ist, und zweitens zum Eingreifen verpflichtet ist, um einen solchen Genozid zu verhindern.


    Nun ist es natürlich so, daß das Völkerrecht keine übergeordnete Instanz kennt, die die Durchsetzung von Rechtsnormen befehlen könnte. Das ist nun mal die Natur des Völkerrechts gegenüber nationalstaatlichem Recht. Der Staat hat das Gewaltmonopol inne, um sein Recht nach innen durchzusetzen; nach außen hingegen sind die Staaten allesamt autonom und daher ist die Völkergemeinschaft auf kollektives Handeln angewiesen, um dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen. Nicht immer gelingt diese Kooperation (z.B. in Darfur, Somalia, Kongo, Ruanda - die Liste ließe sich beinahe beliebig verlängern).


    Das ist frustrierend - aber keine Entschuldigung oder gar vernünftige Begründung für das Nichthandeln an Stellen, wo es möglich ist. In Afghanistan IST es möglich, und in Afghanistan könnten wir auch gewinnen, wenn wir nur bereit wären, deutlich mehr zu leisten als wir es gegenwärtig tun. Die Taliban-Kämpfer sind eindeutig zu schwach, um uns eine militärische Niederlage zu bereiten. Wir könnten dennoch verlieren, wenn wir nicht darum kämpfen, die Sinnhaftigkeit des Einsatzes zu vermitteln.



    Es ist bedauerlich, wenn die Bundeswehr als zentralen Erfolg ihres Einsatzes nennt, daß Kabul zunehmend von Afghanischen Kräften allein kontrolliert werden kann. Das wäre in der Tat zu wenig. Aber wir haben ja durchaus mehr erreicht als die dümmliche Pressestelle des BMVg zugeben will (wer immer für diese Webseite verantwortlich war, sollte hochkant gefeuert werden). Und wenn wir uns in den letzten fünf Jahren tatsächlich mal mit aller Kraft der Aufgabe gewidmet hätten, für die wir uns ursprünglich gemeldet hatten - nämlich den Wiederaufbau einer funktionierenden Polizeiorganisation als wesentlichem Baustein im Aufbau einer funktionierenden Justiz und Exekutive - dann wären wir heute sicher deutlich weiter.
    Nun gut, die Milch ist verschüttet, wir haben fünf Jahre auf diesem Gebiet total vertrödelt, und das rächt sich jetzt. Aber der Blick zurück ist nur insoweit hilfreich als daß wir gemachte Fehler nicht mehr wiederholten sollten. Wir brauchen deutlich vermehrte Anstrengungen beim Aufbau einer funktionierenden Polizei in Afghanistan. Wenn das Innenministerium nicht in der Lage ist, hinreichend viele Ausbilder in den Reihen der Bundespolizei zu rekrutieren, warum übergeben wir dann nicht einen Teil der Arbeit an unsere Feldjägertruppe, ggf. nach Vorbereitung durch das deutsche Innenministerium.


    Die Wahrheit ist, daß niemand in der deutschen Regierung wirklich Verantwortung für den Einsatz in Afghanistan übernehmen will. Man macht Lippenbekenntnisse und zieht den Einsatz einigermaßen lustlos durch, soweit es die politische Leitungsebene betrifft. Das ist der eigentliche Skandal - die Soldaten vor Ort haben vielleicht eine brauchbare Taktik, aber hier wird keine vernünftige Strategie entwickelt, die vor Ort dann umzusetzen wäre. Damit leiten wir unseren Untergang ein. Die blöden Kameltreiber aus dem pakistanischen Grenzland würden auch in hundert Jahren unseren Armeen nicht gefährlich werden.



    Die Rezepte für erfolgvesprechende Strategien gegen Aufstände und Kleinkriege sind gut dokumentiert. Man müßte nur bereit sein, sie auch konsequent umzusetzen. Hierzulande fehlt dafür der politische Wille, die Bereitschaft, sich dem Risiko einen unpopulären Themas auszusetzen. Stattdessen spülen wir lieber die Pressemitteilungen weich, bis das unverständliche Wischiwaschi die Wählerhirne empfänglich genug macht für die Agitation der Linkspartei.


    Naja. Jedes Land hat die Regierung, die es verdient.

    Der Afghanistan-Einsatz ist aus meiner Sicht auch zwei Gründen wichtig und richtig. Erstens gilt nach wie vor der NATO-Beschluß des Bündnisfalls, und wir könnten uns aus dem Einsatz nur unter schwerstem außenpolitischen Schaden verabschieden; das würde Deutschland noch in 20, 30 Jahren anhängen.


    Wichtiger noch ist jedoch ein wertegebundenes Verständnis von Politik. Wenn wir für die universalen Menschenrechte, für Freiheit und Demokratie, für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, für die Gleichwertigkeit aller Religionen und für die Freiheit vor Repression und Terror ernsthaft eintreten, dann ist der Einsatz in Afghanistan nötig und richtig.
    Bedauerlicherweise unternimmt es die Bundesregierung nicht, die Sinnhaftigkeit des Einsatzes aktiv zu vermitteln. Sie setzt stattdessen auf Lethargie in der Bevölkerung und auf Risiko-Minimierung. Das wird sich über kurz oder lang schwer rächen.

    Also, zumindest einen Punkt kann ich berichten - AARs, die mit Version 2.370 nachträglich geladen werden, können Fehler wie fehlende/unsichtbare Einheiten enthalten. Das ist zwischenzeitlich korrigiert worden, könnte aber im vorliegenden Fall die Ursache sein.

    Grundsätzlich erwarte ich persönlich nicht, daß auf Grund derlei geschilderter Vorgänge irgendwelche Abläufe, Modelle oder sonstwas umgekrempelt werden, und daß ihr nicht untätig rumsitzt ist ja wohl offensichtlich.


    Naja, grundsätzlich sollte (und kann) man schon erwarten, daß wenn ein Problem nachgewiesen wird, der Hersteller aktiv wird und das Problem beseitigt (so verstehe ich jedenfalls meine Aufgabe im Rahmen der Kundenbetreuung).


    Zudem sollte ich vielleicht auch darauf hinweisen, daß meine Anmerkungen nicht nur direkt an Dich gerichtet waren, sondern auch an die sicher vorhandenen Mitleser oder künftige Benutzer der Suchfunktion, die dann einen Hinweis erhalten, welche Anforderungen ich an einen "nützlichen Hinweis" stelle. :)

    Beweis ist auch nicht Anspruch.


    Frustration kann ich verstehen, wenn das Kriegsglück einem nicht hold ist. Was ich verdeutlichen wollte ist, daß wenn jemand erwartet, daß ich tätig werde, mehr als nur ein einzelnes Ereignis nachgewiesen werden sollte. Wenn es mehrere Tests gibt die zu ähnlichen Ergebnissen kommen, ist das ein guter Ansatzpunkt für meine eigenen Ermittlungen, sonst habe ich nicht genügend in der Hand. Ich möchte vermeiden, daß der Eindruck von Untätigkeit entsteht, aber ich kann nun leider auch nicht jeder Klage nachgehen, solange die Beweislage sehr dünn ausfällt.


    Laßt Euch davon aber bitte nicht abschrecken. Ich brauche keinen abschließenden Beweis um tätig zu werden, aber es muß ein bißchen mehr sein als nur ein einzelnes Ereignis, da die Fehlersuche gerne mal einen ganzen Arbeitstag oder zwei verschlingt, bis man ggf. den Nachweis der Ursache erbracht hat und eine Lösung entwickelt hat. Ich muß sparsam mit meiner Zeit umgehen, daher brauche ich Eure Hilfe in diesen Fällen.

    Wo liegt jetzt das Problem?
    Alle drei Ergebnisse sind doch so durchaus denkbar?



    Die isolierte Betrachtung einzelner Ereignisse beweist leider wenig bis gar nichts in einem stochastischen Modell. Es müssen wenigstens Stichproben vom Umfang 5 oder mehr genommen werden mit vergleichbaren Randbedingungen (gleiche Waffenwirkung, gleiche Einschlagstelle, gleicher Einschlagswinkel) damit eine quantitative Analyse ggf. die Annahme widerlegen kann, daß Waffenleistung und effektive Wirkung miteinander übereinstimmen - also ggf. die Lage in einem separaten Szenario nachstellen und ein paar Mal durchspielen, damit man dann sagen kann "in x% aller Fälle führt der Beschuß mit LFK Typ Y zum Ergebnis Z".


    Ich kann immerhin sagen, daß wir Schritt um Schritt die bisher entwickelten Schadensmodelle einer kritischen Analyse unterziehen und ggf. nachbessern werden. Das braucht aber Zeit.

    Der "Knackpunkt" bei virtuellen Simulationen liegt in der Notwendigkeit, ein annähernd identisches Gelände für die Übung zu haben. Das wiederum setzt voraus, daß alle beteiligten Simulationen eine Schnittstelle haben, um dieselben Geländedaten zu importieren (das ist keine Selbstverständlichkeit), und daß diese Geländedaten dann auch vergleichbar visualisiert werden.
    Auch in diesem Punkt gibt es eine Vielzahl von Unterschieden. Beispielsweise die Geländeauflösung; ein Shooter wird eine Auflösung im Meterbereich bevorzugen, sonst sieht die Landschaft flach und öde aus (als Extrembeispiele vergleiche man Crysis mit M1 Tank Platoon 2). Eine Fahrzeugsimulation kommt vielleicht mit einer Auflösung im 10-Meter-Bereich hin , eine Hubschraubersimulation kommt mit einem 100m-Raster gut aus, eine Jetsimulation wird vielleicht ein Kilometer-Raster verwenden und den Rest über geschickte Texturierung kaschieren.
    Das Problem ist nun, im Shooter glaubt sich der Spieler hinter einem Felsen unentdeckt. Wenn derselbe Felsen aber im gröberen Raster nicht berücksichtigt wird und dazu die Vegetation ebenfalls nur noch sehr grob vereinfacht dargestellt wird, sitzt der Spieler für die Hubschrauberbesatzung plötzlich wie die Fliege auf dem leeren Küchentisch. Welche Simulation hat nun "recht" - welche Simulation entscheidet, wer wen sehen kann und welche Waffenwirkung erzielt wird?


    Diese Fragen sind, zumindest teilweise, in guten Kompromissen halbwegs lösbar, aber sie müssen natürlich erarbeitet werden. Die Existenz eines Gateways an sich, wie LVC Game von Calytrix, ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung, um gemeinsames Üben oder Spiel zu ermöglichen. Es ist wesentlich einfacher, konstruktive "Kartentisch"-Simulationen mit einer virtuellen Komponente zu ergänzen, weil es dann keine gravierende Abstimmungsproblematik gibt. Sobald zwei oder mehr virtuelle Simulationen zusammengeschlossen werden sollen, geht der Spaß aber erst richtig los.

    Interessant auch die Aussage über die Äußerung des Iranischen Präsidenten....wenn das stimmt....


    Das ging schon mehrfach durch die Presse (ich erinnere mich zumindest an einen Artikel in der FAZ von vor einem Jahr; ... nun hat es sich wohl auch bis zu Herrn Schächter herumgesprochen). Auch im Buch Target Iran gibt Scott Ritter eine gute Übersicht über die Hintergründe der Atomgespräche, der IAEA-Ermittlungen, und der völkerrechtlichen Grundlagen, die durchaus nachdenklich stimmen.


    Allerdings sollte die Tatsache, daß Iran zumindest nach buchstabengetreuer Auslegung des Völkerrechts durchaus plausible Positionen vertritt, nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Führung bewußt mit dem Feuer des "Was, falls doch...?" spielt und zudem ganz unzweifelhaft die Hizbollah finanziell, materiell und politisch unterstützt und damit den Libanon destabilisiert sowie Verantwortung für die terroristischen Angriffe auf die israelische Bevölkerung trägt.
    In dieser Konstellation wird unzweifelhaft mit sehr harten Bandagen gekämpft. Das hat Scott Ritter selbst zu spüren bekommen, ebenso wie die IAEA, und sowohl Israel als auch Iran und die Hisbollah schenken sich sowieso nichts was ihre Bereitschaft zum Gewalteinsatz angeht. Zugleich ist Israel das Land, das am meisten zu verlieren hat, und schon allein deswegen ist die Diskussion, ob Iran nicht möglicherweise das Recht hat, Urananreicherung zu betreiben und ob Iran nicht möglicherweise doch gar keine Absicht hat, Israel zu vernichten, müßig.


    Israel kann es sich nicht leisten, auf das Beste zu hoffen. Israel muß mit dem Schlimmsten rechnen und sich darauf einstellen, auch wenn die Konsequenz wahrscheinlich lautet, daß der Nahostkonflikt wieder einmal sehr heiß wird. Vielleicht werden Historiker dereinst feststellen, daß bis zum israelischen Angriff die Mullahs im Iran tatsächlich gar keine Absichten hatten, Israel anzugreifen (ich bezweifle, daß wir vor unserem Rentenalter darüber Gewißheit erhalten werden). Aber selbst dann wird man sagen müssen, daß die politischen Führer nicht zuletzt im Iran zu hoch gepokert haben und auf unverantworliche Weise den Angriff provoziert haben, der mit ein wenig mehr Nachgiebigkeit und weniger bellikoser Rhetorik zu vermeiden gewesen wäre.


    Zitat

    Und, der Gruß als auch die Kehrtwende, das können heute nur noch die wenigsten anständig :)


    Ja, aber das weiße Hemd sollte er gegen hellblau tauschen, und die Kordeln sollten auch weg. Immerhin ... ein Panzermann. :)