Beiträge von Ssnake

    Was sind das oben auf den 2000er für schwarze Platten?


    Zusatzpanzerung oder was zur Kühlung ?


    Es könnte sich um die Reaktivpanzerung handeln, die für die PzH ja von vornherein vorgesehen war (aber in Deutschland natürlich nicht aufgerüstet werden darf wg. Verstoß gegen die Gefahrgutverordnung oder sone Dönekens).

    Man hätte frühzeitig mit den sinkenden Zahlen der Wehrpflichtigen das Grundgesetz so ändern müssen, dass der Zivildienst zur Pflicht wird.


    Vergiß' es. Dem Staat sind (gottseidank) sehr enge Grenzen gezogen, wenn es um Pflichtdienstleistungen der Bevölkerung geht. Die nationale Verteidigung ist diese eine Ausnahme; daß es teurer wäre, Vollzeitkräfte ein der Pflege einzustellen, hätte als Argument vor dem Bundesverfassungsgesetz keine Chance.


    Der Zivildienst wird immer wieder als Argument herbeigezogen, wenn es um die Beibehaltung der Wehrpflicht geht. Das ist eine vollkommen verzerrte Wahrnehmung der Begründung der Wehrpflicht. Wherpflicht darf von den Bürgern verlangt werden, weil es um den Selbsterhalt des Staatswesens an sich geht. Die vom Grundgesetzt garantierte Gewissensfreiheit wiederum gebietet es, Ausnahmen von der allgemeinen Pflicht zu schaffen (deren Ausgestaltung wiederum relativ frei gewählt werden kann).


    Wenn es keinen originären Grund mehr gibt, die Wehrpflicht zur Aufrechterhaltung der nationalen Souveränität beizubehalten, dann entfällt damit austomatisch auch die Notwendigkeit, einen Ersatzdienst zu betreiben. Die pflegerischen Tätigkeiten müssen dann eben anders sichergestellt werden, ganz gewiß aber nicht durch einen allgemeinen Arbeitsdienst. Gut, das wird dann teuerer. Naja, dann spart man eben nicht ganz soviel ein bei der Abschaffung der Wehrpflicht - na und? Dann muß das Geld eben anderswo eingespart werden, oder man muß die Steuern erhöhen.

    Ich denke wirklich, es ist eine Konfigurationsfrage. Am Besten einfach mal bei der CodeMeter-Hotline anrufen, wenn man vor dem Rechner sitzt, die helfen gerne weiter (0700-CODEMETER - wochentags zwischen 09:00 und 17:00).

    Interessant die Bemerkung bei 02:00: "Die Zusammenarbeit mit den Amerikanern ist hervorragend, auch mit den anderen Nationen ... zum Teil gut ..." :D

    Der Personalbedarf des sozialen Sektors ist keine ausreichende Begründung für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Zudem ist es schon jetzt so, daß auch die Zivis kaum noch nützlich eingesetzt werden können, weil auch sie nicht lange genug bleiben, damit es sich lohnen würde, ihnen echt was beizubringen. Daher bleiben nur Idiotenjobs - Müll ausleeren, Akten fahren - pflegerische Tätigkeit ist praktisch nicht mehr möglich. Insoweit wird der Wegfall der Zivis die Sozialdienste nicht so hart treffen, wie einzelne Interessenvertreter das eventuell behaupten mögen.

    Daß diese Wehrpflicht-Dauer unmöglich ernstgemeint sein kann, ist ja jedem klar. Deswegen sag' ich auch, da kann man sie gleich abschaffen. Man hätte von vornherein bei 15 Monaten bleiben sollen.

    Wenn selbst der für Auslandseinsätze sehr brauchbare Ulan eingemottet wird...na viel Spass wenn die EU-Mission in Afg kommt.


    Ich kann mir nicht vorstellen, daß es eine EU-Mission in Afghanistan geben wird - und selbst wenn, daß sich Österreich mit einem nennenswerten Kontingent beteiligen würde. Das Bundesheer läßt man ja seit Jahrzehnten am ausgestreckten Arm verhungern.

    Und schnell kaufen...bevor der € noch weiter nachlässt :cool:


    Aus Anlaß des 10-jährigen Jubiläums haben wir ja gerade unsere Aktion mit $25,- Nachlaß bei der Bestellung, also nur noch $100,-. Das gleicht die Kursverluste der letzten Monate aus. :)

    ...dabei ist aber immer im Hinterkopf zu behalten, daß wir hier FESTE Materie fließen sehen. Auch ein Hohlladungsstachel ist fest, er verhält sich unter den hohen Drücken nur wie eine Flüssigkeit. Man hat das auch mit Temperaturmessungen des Stachels bestätigt - deutlich unterhalb des Schmelzpunktes von Kupfer.

    Die Bewegung des Zionismus ist älter als der Nationalsozialismus. Schon in den 1920ern gab es jüdische Siedler, zumeist Kibbuzim, die nach Palästina zogen im Wunsch, einen jüdischen Staat zu gründen. Es ist aber schwer vorstellbar, daß es ohne den Holocaust eine Unterstützung durch den UN-Sicherheitsrat gegeben hätte für die Gründung eines Staates Israel auf dem Gebiet der britischen Kolonien Palästina und Transjordanien, welche wiederum während des ersten Weltkriegs dem osmanischen Reich entrissen wurden (s.a. "Lawrence von Arabien" ... nicht nur ein toller Film, auch militärhistorisch durchaus interessant).


    Alternative Geschihctsverläufe bleiben natürlich stets Spekulation. Aber ich denke, ohne den Holocaust hätte es keinen Staat Israel gegeben - zumindest nicht in der heutugen Form.

    Sorry Ssnake aber die behauptung, dass nach dem Holocaust Deutschland die moralische Pflicht hat, gegenüber Israel "nachsichtiger" zu sein ist absoluter Quatsch!!


    Das habe ich ja auch nicht gesagt. Aber Nationen sind nun mal Schicksalsgemeinschaften. Niemand von uns hier trifft eine persönliche Schuld, das ist wahr. Als Staat und Gesellschaft aber müssen wir andere Maßstäbe an uns selbst anlegen. Im Namen Deutschlands wurden zwei Weltkriege geführt und der Versuch eines Genozids unternommen. Die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches hat nicht nur rechtliche und wirtschaftliche Verpflichtungen aus alten Verträgen übernommen, sondern eben auch moralische Altlasten.
    Es ist daher die Frage, wie wir als Nation vor uns selbst und der Geschichte mit dem größtmöglichen Zivilisationsbruch umgehen, der im Namen unserer Nation begangen wurde.



    "Alles, was es braucht, damit das Böse siegt, sind gute Menschen, die unbeteiligt danebenstehen und ihre Hände in den Hosentaschen vergraben."


    Nachdem wir den Holocaust beinahe vollendet haben, sollen wir dann durch Tatenlosigkeit geschehen lassen, daß andere diese Arbeit abschließen? Kann ja wohl nicht Dein Ernst sein.


    Das heißt nicht, daß wir Israel nicht kritisieren dürften.


    Dennoch bleibe ich dabei, daß uns Israel kulturell näher steht als jede andere Nation und Gruppe im Nahen Osten, womöglich sogar näher als die Türkei. Vielleicht ist Israel keine "lupenreine" Demokratie, aber zweifellos gelten Bürgerrechte und Meinungsfreiheit dort mehr als, sagen wir mal, in Rußland und der Türkei, und denen wird hierzulande ja auch nicht energisch abgesprochen, eine Demokratie zu sein (ein Ex-Kanzler, der heute im Sold der Russen steht, geht ja noch deutlich weiter - nun ja...).


    Israel hat deutschen Staatsbürgern kein Leid angetan, im Gegensatz zu zahlreichen Feinden Israels. Warum also sollte ich mehr Sympathie gegenüber denen aufbringen, die Bombenattentate und Flugzeugentführungen gegen unsere Mitbürger verübt haben, und denen es nicht im Traum einfiele, sich dafür zu entschuldigen?
    Wenn wir den Israelis zurückgeben, was die deutsche Nation ihnen zuvor gestohlen hat, kann man nicht ernsthaft von erpresserischer Ausbeutung sprechen. Wenn wir in der Vergangenheit Wiedergutmachungszahlungen geleistte haben, haben wir rein gar nichts "wieder gut gemacht" sondern lediglich einen materiellen Ausgleich versucht für die Leiden und Erschwernisse, die die Überlebenden als Folge der Untaten Deutschlands erdulden mußten. Wie viel ist das Leben von dreißig ermordeten Familienmitgliedern wert?
    Wer kann ermessen, was es bedeutet, einziger Überlebender einer Großfamilie zu sein? Wer kann ermessen, was das auch für mentale Veränderungen mit sich bringt, die sich zweifellos auch in der israelischen Politik niederschlagen.


    Wir entdecken und anerkennen gerade an unseren eigenen Soldaten, endlich!, auch die seelischen Verwundungen, die durch extreme Gefahrensituationen verursacht werden können. PTBS ist mitnichten auf Kampfeinsätze beschränkt - wenn die Internierung in einem Vernichtungslager einen nicht traumatisiert, was denn dann?


    Gäbe es den Nahostkonflikt überhaupt, wenn Deutschland nicht Adolf den Verbrannten an die Macht hätte kommen lassen? Ganz gewiß nicht in seiner heutigen Form. Ich habe es zuvor geschrieben und wiederhole es - Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
    Hitler war nicht das Problem. Das Problem war eine Gesellschaft, eine Nation, die jemanden wie Hitler an die Macht kommen und dort schalten und walten ließ, egal wie offenkundig verbrecherisch sein Handeln war. Erst durch den Genozidversuch hat Deutshalnd überhaupt die Voraussetzungen geschaffen, durch die der Nahostkonflikt als Nachbeben des zweiten Weltkriegs seine heutige Dimension erreicht hat.


    Es muß mal gut sein, man sollte einen Schlußstrich ziehen?
    Sorry, Geschichte funktioniert so nicht. Wir müssen uns unserer Verantwortung stellen, auch wenn niemand von uns persönliche Schuld auf sich geladen hat. Ich stimme ihr selten zu, aber in diesem Punkt hat die Kanzlerin recht: Das Existenzrecht Israels gehört zur Staatsräson Deutschlands.