Der Sächsische Innenminister hatte aufgefordert Kerzen und Lebensmittel für drei Tage zu Bunkern da 20cm Neuschnee angekündigt waren.
Naja, für drei Tage hat man doch immer was im Kühlschrank, das ist ja im Grunde eine Minimalforderung. ![]()
Wenn Sturm und Schneefall stärker ausgefallen wären und viele Autobahnabschnitte und Landstraßen wie auf Fehmarn verweht worden wären, hätten auch die Lieferungen an die Supermärkte ausbleiben können. Solche Eventualitäten zu berücksichtigen gebietet eigentlich der gesunde Menschenverstand, aber man hat sich halt daran gewöhnt, daß es immer und im Überfluß gleich um die Ecke was gibt. Früher war das weniger ein Problem, da haben die Familien noch gemeinsam Obst und Gemüse eingeweckt und/oder riesige Gefriertruhen im Keller stehen gehabt, dazu dann noch einen Wintervorrat an Eierkohle (so bin ich zumindest noch aufgewachsen). Unter solchen Umständen waren keine Warnungen notwendig. Das kann man heute aber nicht mehr so voraussetzen, und 1978/79 gab's dann ja auch die Erkenntnis, daß die moderne Gesellschaft vielleicht etwas weniger robust auf Unterbrechungen der Lieferkette reagieren als ehedem. Damals kamen ja auch noch Stromausfall und so weitflächige Schneeverwehungenzusammen, daß einige Dörfer satte zwei Wochen und dann auch noch mit Stromausfall auszuharren hatten.
Ich erwähne das nur, weil man leicht vergißt, vor welchem Hintergrund der Minister - vielleicht aus Fürsorgegründen - lieber einmal zuviel darauf hingewiesen hat, daß zur Winterzeit mit gewissen Einschränkungen zu rechnen sein könnte.