Bundeswehr befielht Angriff...dutzende Menschen werden in Afg getötet

  • So lautete heute Morgen die Überschrift, groß und fett, auf der ersten Seite meiner Tageszeitung.


    Was will uns das sagen? Das die Bundeswehr überzogen und ungenau Menschen einer anderen Nation tötet? Das sie sich flach verhält? Soll es vielleicht der Welt und insbesondere den Taliban sagen: Seht her, wir sehen ja ein das wir Scheiße gebaut haben!" Ich könnt kotzen.


    Zugegeben, der Artikel ansich ging noch, es kam klar raus, dass die Informationslage extrem ungenau ist. Aber so eine Überschrift vermittelt doch das Bild einer Vorverurteilung. Ich habe mir also die Freiheit genommen einen Leserbrief an die Radaktion zu schreiben:



    Nun ja, das es auch anders geht sieht man bei der "Welt", ein link ist im Newsletter....Gruß

  • Ich glaube viele haben immer noch die Illusion von einem "sauberen Krieg". Das BMVg tut alles damit dieser Anschein gewahrt bleibt. Wo Krieg ist sterben Menschen, auch unbeteiligte (Kollateralschäden). Man muss den Leuten endlich reinen Wein einschenken!

    Es gibt eine Theorei die besagt dass, die Kollateralschäden minimiert werden können wenn mehr Bodentruppen eingesetzt werden. So könnte man die Anzahl der notwendigen "Close Air Support's" reduzieren. Zu mehr Truppen ist man aber nicht bereit. Da man aber auch keine Kollateralschäden in Kauf nehemn will widerspricht man sich also selbst.

    Wenn man Krieg führt dann sollte man dies mit aller Entschlossenheit tun und nicht ein "bisschen Krieg" so wie momentan!

  • Deshalb führt Deutschland ja auch KEINEN Krieg in AFG!
    So können sich unsere Politikerschlampen immer schön rausreden und den kämpfenden Soldaten droht DAS:


    Ermittlungen gegen deutschen Offizier?


    Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft nach dem Luftangriff auf Taliban in der Nähe von Kundus, ob ein Ermittlungsverfahren gegen den verantwortlichen deutschen Offizier eingeleitet werden muss. Heinrich Junker, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Potsdam, zu BILD am SONNTAG: „Der Vorfall wird von der Staatsanwaltschaft Potsdam bearbeitet. Wir prüfen einen Anfangsverdacht wegen eines eventuellen Tötungsdeliktes gegen den deutschen Oberst, der diesen Luftangriff befohlen bzw. angefordert hat. Ob diese Prüfung zu einem Ermittlungsverfahren führt, ist nach jetzigen Zeitpunkt offen.”



    Behüter und Bewahrer des Andenken an den
    Leopard 1 bei der deutschen Panzertruppe

    Ssnake wrote:


    Zitat


    You and Eisen, Sirs, are self-centered, passive-aggressive whiny, rivet obsessed, ungrateful trolls, and I'm having enough of this


  • Was ich heute alles darüber gelesen und im TV gesehen habe möchte ich mit einem Satz zusammenfassen:

    Ich könnte schon wieder kotzen!:mad:


    Was denken sich denn diese Scheißmedien? Besitzen doch die bodenlose Unverschämtheit in sämtlichen Zeitungsartikeln und Nachrichtensendungen unsere armen Schweine zu verurteilen. Soldaten kann man ja schon bald nicht mehr sagen. Am besten alle Waffen und Munition einziehen, man könnte ja aus Versehen auch einen Zivilisten in Mitleidenschaft ziehen. Unsere Medien schaffen es doch immer wieder, dass sich Deutschland vor aller Welt zum Horst macht. Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den verantwortlichen Offizier. Da kommt mir die Galle hoch.
    Nehmt diese Medienvertreter und die Politiker steckt sie in Russenuniformen und ab nach Afghanistan, dann können sie ja mal sehen wie schön und friedlich es da ist. Da kann ich nur einen Appell an unsere Jungs in Flecktarn schicken:
    "Kommt heim der größte Feind ist hier mitten unter uns."

    Wenn ich das immer höre: zivile Opfer bei Auseinandersetzung zwischen Taliban und ISAF in Afghanistan. Ich hab gar nicht gewusst, dass die Taliban eine reguläre Armee also Kombattanten sind. Wenn die bei nem Selbstmordanschlag "zivile" Opfer verursachen interessiert das keine alte Sau. Und wenn unsere Jungs draufgehen ist ein,zwei Tage das Geheule groß und gleich fängt die Sinndiskussion über den Einsatz an. Dieser Vorfall hingegen wird jetzt wochenlang die Medien beschäftigen. Da sieht man mal was der Soldat wert ist, der für sein Land kämpft. Aber warum dieser Scheiß-Einsatz überhaupt stattfindet darüber redet keiner.

    gezeichnet
    ein Staatsbürger, der sich für seine Gesellschaft schämt

  • Also wenn ich mal die bisher bekannten Fakten betrachte:


    - Die Taliban klauen 2 (zwei) Tankfahrzeuge
    - Der Diebstahl ist aufgeklärt und die Bewegung der Fahrzeuge wird überwacht
    - Die Blimsen fahren sich mit den Autos in einem Fluss fest
    - Es ist Nachts 2 Uhr !!
    - Die Taliban versuchen durch ablassen von Ladung die Fuhre wieder flott zu kriegen
    - Anwohner leisten Hilfe und wollen von dem Deal profitieren,auf einem Bild ist deutlich ein Trecker zu sehen



    Komme ich zu folgendem Schluss:


    Die Burschen klauen 2 Tankzüge ( köpfen die beiden Fahrer??) und fahren sich anschließend in einem Fluss fest. Einer der Blimsen eilt in das nächste Dorf und organisiert einen Trecker, ein anderer der Helden lässt schon mal ein bisschen Sprit ab um wieder flott zu werden. Das Ganze spricht sich in Windeseile im Dorf rum und die netten kleinen Mohnbauern wittern fette Beute. Also wird versucht den bösen Taliban etwas Starthilfe zu geben, gegen eine kleine Benzinspende. Doch leider macht es Plötzlich BUM.


    Ist es Recht eine bereits geschändete Frau zu schänden ???


    In meinen Augen das richtige Signal an die Bevölkerung: Wer sich mit Taliban verbrüdert begibt sich in Gefahr.



    Behüter und Bewahrer des Andenken an den
    Leopard 1 bei der deutschen Panzertruppe

    Ssnake wrote:


    Zitat


    You and Eisen, Sirs, are self-centered, passive-aggressive whiny, rivet obsessed, ungrateful trolls, and I'm having enough of this


  • Nun ja,


    ich habe auch mal Stern.TV angeschrieben und Sie gebeten, mal einen Bericht über die Leistungen der Jungs und Mädels, sprich all die guten, richtigen und wichtigen Dinge zu bringen.
    Oder über die Leistungen der Angehörigen, die jeden Tag mit der Angst und der Sorge leben müssen, das der Partner, Vater, Onkel.....verletzt oder getötet wird und dennoch das "normale" Leben aufrecht erhalten. Was bleibt Ihnen auch anderes übrig.


    Ihr dürft einmal raten was die gesagt haben....... RÖCHTIG, Nein, Danke aber vielen Dank für Ihre Eingabe.


    Aber ich habe ehrlicher weise auch nicht damit gerechnet.


    Gruß


    PS: gerade eben hat es wohl wieder einen Anschlag gegeben, bei dem 5 Kameraden leicht verletzt wurden. Wo bleibt jetzt der Aufschrei???? Ach Scheiße!

  • Ist doch schon immer so gewesen, daß der Staatsanwalt in Deutschland zu ermitteln beginnt, sobald eine deutsche Flinte kracht, insoweit nix Neues. Was weitaus beschämender ist, ist die Tatsache, daß sich die Länder-Innenminister nicht mal darauf einigen können, eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft einzurichten (beispielsweise die von Potsdam, weil da ja eh' das Einsatzführungskommando sitzt), die dann einfach alle Fälle, die ankommen, bearbeitet. Dann könnte man ja wenigstens hoffen, daß die dortigen Ermittler etwas Erfahrung aufbauen, was die doch recht spezifischen Bedingungen eines Bw-Kriegseinsatzes so mit sich bringen (oh, pardon... eines "ziemlich robusten" Mandats zu "Stabilisierungsmaßnahmen", ahem). Dann wäre man wenigstens vor unerfahrenen, naiven Blindfischen mit Einserdiplom von x-beliebigen Jurafakultäten sicher, die womöglich nicht mal Zivildienst abgeleistet haben.
    Bin mir nicht sicher, ob die Bw etwas Analoges zu den US-amerikanischen "JAGs" aufbauen sollte (wenn sie denn könnte falls man sie ließe), "Feldjäger-Staatsanwälte" sozusagen. Aber 'ne SP-Staatsanwaltschaft wäre ja schon mal ein Schritt in Richtung Anerkennung gewisser Realitäten.


    Es ist doch ungeheuerlich, was da von 20-jährigen Soldaten verlangt wird - sie sollen perfekte Kämpfer, Diplomaten, Entwicklungshelfer, UND Polizisten sein, die mit auf den Rücken gebundener Hand und zusammengeketteten Beinen einen Arschtretwettbewerb gewinnen sollen, und wann immer sie erfolgreich austeilen, grätscht der Schiedsrichter mit gestrecktem Bein von hinten voll rein - aber patriotische Hingabe ans Vaterland soll natürlich sein, auch wenn man eine Tapferkeitsmedaille erst nach acht Jahren Kampf gegen das eigene Ministerium und die veröffentlichte Meinung mühsam durchbringt.




    02:30, geklaute Spritlaster im Flußbett.


    Das waren zivilie Opfer? Ja nee, is' klar.
    Für wie blöd hält die Journaille ihr Publikum eigentlich? Das bringt mich zum Kotzen, daß die Herren Redakteure wirklich glauben, daß ihnen das geistig vollkommen verblödete Volk so eine schwachsinnige Verdrehung der Tatsachen ohne weiteres abnimmt. Es zeigt mir, wie weit die schon glauben ungestraft gehen zu können. Die verachten uns, sonst würden sie nicht auf unseren Teller kacken und behaupten, es sei Mousse au Chocolat.

    Bitte keine Privat-Nachrichten an mich!
    eMails integrieren sich viel besser in meinen Arbeitsablauf, oder schreibt's gleich ins Forum, OK?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ssnake ()

  • ...Mit der jetzigen Situation wird von jedem Soladaten verlangt
    1. Sein Leben aufs Spiel zu setzen.
    2. Jeden Tag Entscheidungen zu treffen die in Deutschland
    seinen "Wirtschaftlichen Tod" (EDK, Strafverfahren, unehrenhafte Entlassung etc etc) bedeuten können.


    Nicht mal zu Punkt 2 sein unsere tollen Politiker auch nur annähernd bereit.
    Ich könnt kotzen!


    Oder um es mit Seneca (weiß gerade nicht ob der ältere oder der andere...)
    zu sagen:
    Soldaten folgen nicht gern dem Befehl eines unedlen
    Mannes.

  • Zitat aus Spiegel:


    "Jung wies zudem die internationale Kritik an der Militäraktion zurück. Er habe "überhaupt kein Verständnis" für jene Stimmen, die ohne Kenntnis der Sachlage und der Hintergründe bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt Kritik an dem militärischen Vorgehen üben. Dies werde nicht den schwierigen Situationen gerecht, in denen die Bundeswehrsoldaten im Einsatz für die Stabilität in Afghanistan und damit im Interesse der Sicherheit in Deutschland Leib und Leben riskierten. Die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan würden "sehr professionell vorgehen" und den Gegner "hart, aber der Lage stets angemessen" bekämpfen. "Wer uns angreift, muss wissen, dass er bekämpft wird." "


    Zitat ende.


    Ich bin positiv überrascht...der Herr Minister hat einen Rest Rückrat gefunden.

  • Drei Dinge vom alten Mann:

    1.) Die Taliban sind keine Soldaten , deshalb ist es richtig das wir gegen Zivilisten kämpfen und die auch töten, also was soll die Frage wieviel Zivilisten getötet wurde:confused: ..denn die töten auch unsere Jungs

    2.) Wer von den Mediendachlatten berichtet mal im Detail über die toten Zivilisten die die sauberen Taliban so hinterlassen? . Das die beiden LKW Fahrer von denen geköpft wurde ist ja nicht so brutal wie der Bombenangriff

    3.) Schickt die ganzen Dummschwätzer nach Afg. , Friedensverhandlungen mit den Taliban aufnehmen >>Vorteil : Wir haben dann viel weniger Medienfuzis, denn die werden von "Talibanzivilisten" geköpft !!!!

  • 1.) Die Taliban sind keine Soldaten , deshalb ist es richtig das wir gegen Zivilisten kämpfen und die auch töten, also was soll die Frage wieviel Zivilisten getötet wurde:confused: ..denn die töten auch unsere Jungs


    Für sich genommen wäre das kein Argument. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verbindlich verpflichtet, die einschlägigen Bestimmungen des KVR zu beachten, und zwar vollkommen unabhängig davon, ob der aktuelle Gegner das auch tut.
    Aber es ist natürlich klar, daß die Strategie der Taliban, eine möglichst gute Durchmischung von Kombattanten und Nichtkombattanten zu erzielen, auch wenn sie uns nicht von der Pflicht zu möglichst zuverlässiger Zieldiskriminierung entbindet, nahezu zwangsläufig die Kollateralschäden erhöht. Das soll ja bezweckt werden, weil die Bande genau weiß, daß damit der Westen strategisch geschwächt wird, weil es die Unterstützung des Einsatzes in der Bevölkerung untergräbt.


    Daß die gedankenlose Presse sich da vor den Karren spannen läßt, ist wohl nicht anders zu erwarten. Befremdlich schon eher die Äußerungen führender französischer Politiker, die schon Minuten nach Bekanntwerden der Nachricht von einem schweren Fehler sprachen. Sarko hat wohl befohlen, daß gegen die Amis nicht mehr gestänkert werden darf, aber es liegt wohl in der gallischen Natur, daß gegen irgendwen gestänkert werden muß.


    "Franzosen mit rüdem Auftreten, das hätte ich nie für möglich gehalten!"
    (Homer Simpson)

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  • Insbesondere sollten sich die Politiker und die Presse mal von dem "schönen" Krieg verabschieden. Sicherlich sind Smartbomben eine feine Sache und es lassen sich damit "Kollateralschäden" verringern.


    Nur "Ist die Kugel mal aus dem Lauf, hält kein Gebet sie auf" Es gibt keinen sauberen Krieg. Und wenn sich sogenannte Zivilisten in eine Gefahrenzone begeben und/oder mit Leuten wie den Taliban Handel betreiben laufe sie Gefahr "einbezogen" zu werden.


    Gruß