Verhalten bei Unter-/Überführungen bei gescripteten Pfaden

  • Hallo allerseits,

    Ich wollte die Vorteile der neuen Gelände-engine (gestalten von Über- und Unterführungen von Strassen, Bahnlinien und Bächen) in einem Einzelspieler-Szenario nutzen, um die Entdeckung der feindlichen Annäherung zu erschweren.

    Die Pfade der roten Kräfte wurden also so gescriptet, dass sie möglichst in Deckung blieben und sich nicht nur auf Strassen bewegten, sondern auch Bahnlinien und abgesenkte Bachläufe zur Deckung nutzten.

    Beim Testlauf im Szenarioeditor habe ich dann bemerkt, dass die gescripteten AI-Kräfte an Unterführungen hängenblieben bzw versuchten in den Damm hineinzufahren, allerdings nur dann, wenn ihr Weg über eine Bahnlinie oder Bach verlief. (Auf der Strasse verhielten sich die Fahrzeuge dann korrekt, wenn die Unterführungshöhe ausreichend war.)

    Durch dieses Verhalten war der Sinn des Szenarios zerstört, denn die „Feindkräfte“ tauchten gar nicht erst an den vorgesehenen Orten auf, sondern blieben an Unterführungen hängen und konnten letztendlich sehr leicht zerstört werden.

    Daraufhin habe ich dieses Szenario als Test erstellt und man kann das besagte Verhalten durch Aufrufen der entsprechenden Schalter beobachten

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee?

    mkG

    LoneWolf

    P.S. Habe gerade gemerkt, dass die Datei nicht hochgeladen werden kann(zu groß-ca.18MB). Bei Interesse kann ich diese aber per e-mail verschicken.

  • Du musst immer an Eins denken beim scripten: Die KI ist IMMER DUMM!

    Wenn die KI zu dicht an einer Straße fährt, dann will sie zwangläufig immer auf die Straße rauf; auch wenn die es gar nicht soll.

    Jedes Fahrzeug sucht sich von Grund aus immer einen "befestigten" Pfad, wo dieses am besten voran kommt. Und wenn es ein Feldweg ist. Das Gleiche gilt für Brücken - egal welcher Bauart.


    Lösung: Die gelegten Pfade müssen immer mind. 20m von einer Straße/Weg entfernt sein, damit die KI diesen befestigten Weg nicht erkennt und diesen nutzen will.

    Das Selbe für "gelegte Brücken" die dicht neben einer "nicht panzertragbaren"- oder "zerstörten" Brücke liegt. Die gelegte Brücke muss ebenfalls mind. 20m von einer Brücke entfernt sein, damit die Fahrzeuge am Ende auch wirklich über die gelegte Brücke fahren.


    Also: bei der KI / beim scripten, müssen die Pfade immer mit großzügigem Abstand gescriptet werden, damit die KI es einigermaßen rafft, bzw möglichst ohne irgendwo hängen zu bleiben, durch das Gelände kommt.

  • Möglicherweise lassen sich einige Fälle lösen (s.u.); wo das nicht geht, hätte ich gerne jeweils ein "Mini-Szenario" mit genau einem Fahrzeug unmittelbar vor der Problemstelle (idealerweise mit einer kleinen 6x6km²-Karte), das dann nach Start seinen nächsten Wegpunkt nicht erreicht. Das kann ich dann direkt an die Programmierer als "Aufgabe zum lösen" weiterreichen.


    Probier' bitte mal aus, ob beim Setzen der Punkte zwischen den (numerierten) Wegpunkten ("X") durch Halten von Alt bzw. Shift die Teilstrecken besser definiert werden können. Die meisten haben die Nutzung des Navmeshes standardmäßig ausgeschaltet als Reaktion darauf, daß die Qualität der Navmeshes in Version 3.0 noch nicht so gut war (ursprünglich sollten alle Pfade das Navmesh nutzen, außer, man drückt die Alt-Taste; viuele haben diese Logik seinerzeit invertiert, und sie wird bei Deinstallation und Neuinstallation als persönliche Präferenz beibehalten, so daß viele Nutzer die Fortschritte in diesem Bereich vielleicht noch gar nicht so richtig mitbekommen haben). Im Szenario-Editor (Menü Optionen) und in der Planungsphase lassen sich die Einstellungen dauerhaft ändern.

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  • Vielen Dank für die prompten Antworten,

    aber die lösen eigentlich das Problem nicht, denn es taucht bei allen Unterführungen, die auf Bahn oder Bach unterfahren werden sollen, auf. Bei Straßen verhält sich die KI wie gewünscht und fährt auf den gescripteten Pfaden ganz korrekt unter den Unterführungen durch. (Man könnte es bei den oben angebotetenen SCE verfolgen)

    Eine meiner Meinung nach 'unglückliche' Lösung habe ich doch gefunden:

    Da Strassen zur Annäherung unter Unterführungen korrekt benutzt werden, kann man im Geländeeditor an den entsprechenden Unterführungen ein kurzes Stück „Fahrspur“ oder „Trampelpfad“ auf die Gleise legen, dann funktioniert es im Szenario wie gewünscht. Die Fahrspur sieht man in der 3D-Ansicht kaum bis gar nicht.

    Da dazu eine 'nicht geschlossene Deltakarte' benötigt wird, ist dies z.T. sehr speicherintensiv (manche Karten haben 60 oder mehr GIGABYTE)-sehr viel Aufwand für ein 'relativ kleines' Problem.

    Könnte man das Pronblem vielleicht lösen, wenn Bahnlinien und Bäche genauso behandelt würden wie Strassen (sie befinden sich ja auch in derselben Rubrik im Gelände-Editor)?

    mkG

    LoneWolf

  • Naja, erstens schnurren die Karten vom Speicherbedarf zusammen, sobald Du die Arbeit abschließt. Du darfst nur nicht zu viele Karten gleichzeitig offenhalten. Insofern ist das Argument "Speicherbedarf" nicht ganz so stichhaltig.

    Zweitens sind Bahngleise nun mal keine Straßen. Kettenfahrzeuge (vierlleicht sogar milKfz GL) könnten sie im Kriegsfall wohl benutzen, aber es bliebe aus drei Gründen scheißgefährlich

    • Oberleitungen (simulieren wir nicht, ist aber trotzdem ein Argument)
    • Zugverkehr (simulieren wir auch nicht, bleibt aber ebenfalls ein Argument)
    • Schäden an Gleisanlagen (simulieren wir auch nicht, würden wir aber vielleicht, wenn wir auch Zugverkehr simulierten)

    Sobald wir Bahnlinien wie Straßen behandeln, würden sie wie Straßen benutzt werden, und das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Zumindest würde es ein falsches Bild vermitteln.

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  • Hallo Ssnake,

    vielen Dank für die erklärenden Worte, das im Programm für Gleisanlagen so zu handhaben. (Kann man unter dem Aspekt der Simulation durchaus nachvollziehen!)

    Gilt das gleiche Argument aber auch für Bachläufe?

    Wenn dem so ist, hat man aber immer noch die 'NOTLÖSUNG' (im Gelände-Editor bei entsprechenden Delta-Karten 'Trampelpfade', 'Erdpisten' oder 'Fahrspuren' das kurze Stück unter den Brücken zu legen, damit die Fahrzeuge diese ordnungsgemäß 'unterqueren'.

    PS. Es ist ein bißchen schade, denn durch die neue Gelände-Engine mit den phantastischen Gestaltungsmöglichkeiten (heben, senken, glätten) hätte man dann viel mehr Überraschungsmöglichkeiten bei Einzelspieler-Szenarien.

    mkG

    LoneWolf

    Danke für die grandiose Simulation (Steel Beasts)!!

  • Du kannst gerne Wege unter den Bachläufen anlegen, wenn Dir das hilft; ich bin aber noch nicht restlos davon überzeugt, daß es wirklich nötig ist. Man kann den Pfad bis kurz vor die Unterführung normal annähern, und dann die gerade Verbindung zu "hinter der Unterführung" erzwingen (durch Drücken der Alt-Taste beim Setzen der Punkte (oder umgekehrt, je nachdem, welche Bedienlogik man bevorzugt)).

    Sofern Du die Routen nicht mit Minenpflug- oder Brückenlegepanzern nutzt, könntest Du die Unterquerung auch mit Bewegungstaktik "überwinden" erzwingen. Blöd ist nur, daß Pflüge dann abgesenkt werden, was wahrscheinlich nicht erwünscht ist und zu KI-Nebenwirkungen führen kann.


    Ich bin strikt dagegen, Bachläufe generell wie Straßen zu behandeln. Sie würden dann auch von autonomen Fahrzeugen bei der Wegfindung als Straßen betrachtet (mit entsprechend unerwünschten Nebenwirkungen). Es ist ja auch "realweltlich" problematisch, da Bachläufe entweder sehr uneben sind (für Radfahrzeuge zumindest "schwierig"), schlüpfrig, oft mit steilen und weichen Uferböschungen und wahrscheinlich auch weichem Untergrund.

    Als Panzermann soll man zwar fahren wie das Wasser fließt, aber nicht wo es fließt, und der Grundsatz funktioniert auch nicht so gut über Marschflächen (auch wenn der Name auf den ersten Blick das Gegenteil nahelegen mag).



    Daß unsere Geländeengine nach wie vor nur mit 12,5m-Kacheln die Bodenverhältnisse annähern kann ändert nichts an dem Umstand, daß Bachläufe in der Praxis nur quer passiert werden wollen (falls überhaupt), nicht längs.

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  • Hallo Ssnake,

    ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen.

    Ich habe das Verhalten mit allen möglichen Pfaden versucht zu erzwingen. (Unter anderem auch, wie Du es oben beschrieben hast (überwinden mit gerade Linie unter den Brücken durch-mal mit, mal ohne ALT-Taste) Es passierte immer dasselbe. Die Fahrzeuge versuchten unter der Brücke seitlich in den Damm (nach oben) zu fahren. Es gab also auch durch die ÜBERWINDEN Taktik keine Chance.

    Sobald unter der Brücke eine Strasse war, gab es keine Probleme.

    Ich verstehe natürlich Deinen Hinweis auf die reale Welt (und schließlich ist Steel Beasts ja auch eine Simulation derselben). Ich wollte eigentlich auch nur die fantastischen Möglichkeiten, die man jetzt durch den neuen Geländeeditor hat, ausprobieren und bin dabei auf dieses Verhalten gestoßen.

    Nochmal vielen Dank für die Hinweise und das Engagement Eurerseits.

    LoneWolf

  • Okay, danke für die Hinweise.

    Ich gebe das bei Gelegenheit an die Entwickler weiter.

    Es ist jetzt unter Nummer 9540 registriert.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ssnake ()

  • Ich denke, wir haben genug Hinweise für eigene Tests, gegen die wir dann "anprogrammieren". Wenn noch Fragen auftauchen, melde ich mich hier.

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