Gleichwohl ist der Trend wohl unvermeidlich. Die treibenden Faktoren sind Kostendruck und der implizite Wunsch unserer westlichen Industriegesellschaften, Verluste nach Möglichkeit zu vermeiden.
Wenn wir die Autonomie so weit treiben, daß es nur noch des Knopfdrucks eines Menschen zur Waffenfreigabe bedarfs, dann gibt es keinen technischen Grund mehr, auch darauf zu verzichten, und eine Horde autonomer Killerroboter auf den Gegner loszulassen. Es wird kommen; ich glaube nicht, daß es sich verhindern läßt. Und sei es auch nur, daß eine aufstrebende Nation mit einem anderen Satz ethischer Wertvorstellungen das Kriegsgeschäft auf diese Weise revolutioniert wie es seinerzeit die Einführung mobiler, über Sprechfunk geführter gepanzerter Gefechtsfahrzeuge war, und deren Konzentration auf Verbandsebene, wie das mal in Deutschland zwischen 1935 und '41 versucht wurde.
Ironischerweise, wenn erst einmal die Roboterhorden zu Klump geschossen wurden, wird der Krieg ja nicht aufhören. Dann werden die Klappspaten freigemacht, und man geht sich wieder auf die herkömmliche Weise gegenseitig ans Leder.